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Bryggen wäre beinahe modernen Gebäuden und einem Parkplatz gewichen

Jander Soares ·

Bergens meistfotografierter Ort hätte heute völlig anders aussehen können.

Nach dem Brand von 1955 lagen einige der alten Holzhäuser von Bryggen in Asche. Auch die erhaltenen Gebäude waren bedroht: Es gab Forderungen, die als unpraktisch und brandgefährdet angesehenen Häuser abzureißen. Eigentümer stellten sich moderne Nutzungen vor, darunter Geschäftsräume, Industrieanlagen und Parkplätze.

Ein Entwurf hätte fast den gesamten historischen Komplex durch Gebäudeblöcke ersetzt, darunter drei hohe Gebäude im hinteren Bereich. 1959 schrieb sogar ein ausländischer Einwohner an die Behörden und bat um den Erhalt der Häuser. Während über die Zukunft diskutiert wurde, legten Ausgrabungen nach dem Brand Spuren des mittelalterlichen Bergen frei und stärkten das Interesse an diesem Ort.

Am Ende fiel die Entscheidung, den erhaltenen historischen Teil zu bewahren. 1979 wurde Bryggen in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Wer heute durch die hölzernen Durchgänge geht, erlebt damit auch eine städtebauliche Entscheidung: Die Stadt hätte dieses Viertel ersetzen können, entschied sich aber dafür, es zu erhalten.

Quellen

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